Narbenentstörung

Die Narbenentstörung ist ein wenig beachtetes aber enorm wichtiges Thema, denn Narben können Störfelder im Meridiansystem sein.

Über die Meridiane fliesst die Lebensenergie Qi durch den Körper. Das Qi versorgt alle Organe, Sinnesorgane und Gewebe mit Energie, ernährt und wärmt sie.

Ist der Energiefluss durch Vernarbungen und Verklebungen im Fasziensystem behindert, können körperliche Beschwerden auftreten. Das Narbengewebe hat eine andere elektrische Leitfähigkeit als gesundes Gewebe, wodurch Fehlinformationen ins Nervensystem gelangen, die an weit entfernten Stellen Probleme bereiten können. wie auch seelische Beschwerden auftreten.

Jede Narbe hat eine eigene Geschichte. Körperliche wie auch seelische Erinnerungen, welche mit der Narbenentstehung in Zusammenhang stehen, können in einer Narbe gespeichert werden. Erst durch die ganzheitliche Aufarbeitung dieser Begleitumstände wird der Erfolg der Narbenentstörung gesichert.

Als Beispiel möchte ich hier auf die Kaiserschnittnarbe eingehen, die oft ein deutliches Störfeld im Zentralgefässmeridian ist.

Klientinnen berichten, dass sie in dem Bereich der Narbe ein Taubheitsgefühl haben oder sehr empfindlich sind.

Bei den emotionalen Aspekten vom Zentralgefässmeridian geht es um Geborgenheit und Nähe. Ist dieser Meridian durch eine Narbe gestört, kann es sein, dass eine Klientin Mühe hat sich zu konzentrieren oder klare Gedanken zu fassen. Zudem könnte Schüchternheit und ständige Selbstzweifel von einer Klientin als belastend erlebt werden.

Ich teste primär aus, ob die Narbe als Ganzes oder nur ein Teil der Narbe für eine energetische Blockade verantwortlich ist und welche Technik ich zur Entstörung anwenden kann.

Voraussetzung bei jeder Narbenentstörung ist, dass die Narbe mindestens drei Monate alt und gut verheilt ist.

Ist die Narbe entstört, kann die Körperwahrnehmung in dem Narbenbereich verbessert werden. Auch emotionale Aspekte können sich verändern. So ist es möglich, dass sich durch das Entstören der Kaiserschnitt – Narbe eine Klientin wieder leichter zentrieren kann und sich ihre Selbstachtung deutlich verbessert.